Traumberuf Hundetrainer

Absolutes Traumwetter. Sonnig und warm, mit meist angenehmen Temperaturen, so sah es meistens dieses Jahr bei uns aus.

„Du hast ja einen tollen Job“, höre ich an solchen sonnenreichen Tagen oft. „Den ganzen Tag draußen mit netten Menschen und süßen Hunden…“

Ich gebe diesen Stimmen völlig und zu hundert Prozent recht! Ich habe tatsächlich einen Traumjob. Meinen Traumjob! Ich liebe meinen Job, er ist meine Passion!

Früher konnte jeder einfach ein Gewerbe als Hundetrainer anmelden. Ohne irgendeine Ausbildung, einfach weil man gut war oder Lust dazu hatte. Das hat sich ( zum Glück) verändert. Heute muss man eine Ausbildung machen. Wenn man die Abschlussprüfung besteht, ist man nach §11 Tierschutzgesetz lizensierter Hundetrainer und darf auf Mensch und Hund losgelassen werden.

Das Wissen, was hinter so einem Hundetrainer steckt, ist enorm. Lerntheorien, Rassen, Anatomie, Entwicklungsphasen vom Welpen bis zum Senior, Körpersprache der Hunde, deren Denken ( je nach Rasse sehr verschieden) und Handeln. Es gibt aggressive Hunde, ängstliche, freche, rempelige und vorsichtige. Viel und vieles mehr und all das muss ja auch noch an den Menschen gebracht werden. Wie erkläre ich am verständlichsten, was mit welcher Hand und welchem Bein zu tun ist, damit der Hund dies, das und jenes tut oder lässt. Und in Gruppen gibt es ganze viele Hände, Beine, Fellnasen, Fragen und Ohren, die alle verschieden hören und denken. Gruppen erfordern eine hohe Konzentration des Trainers, denn er muss den Überblick behalten, anleiten, allen gerecht werden und vorausschauend alle Hund-Mensch-Teams begleiten. Und all das und vieles mehr will souverän und verständlich rübergebracht werden.

Hundetrainer ist also nicht nur Passion und Hundeliebe, sondern auch eine geistige und körperliche Herausforderung. A propros körperlich. Da gibt’s ja auch noch schlechtes Wetter, so wie Gestern. Gestern war ich 8 Stunden auf dem Hundeplatz, davon die meiste Zeit im Regen. DAS gehört auch zum Traumjob,- Regen, Kälte, angerempelt und angesprungen, attackiert und angeschnauzt zu werden. Und pottdreckig, pitschnass und völlig verfroren im Dunkeln zu arbeiten. Und zum Feierabend erstmal eine Dusche zu brauchen, um wieder einen salonfähigen Eindruck zu machen. Und der eigene Hund sieht auch nicht besser aus, was bedeutet das auch der Flur noch zu wischen ist…

Ich persönlich liebe auch das. Genau so und völlig fertig nach Hause kommen,- da hat sich mein Tag auf jeden Fall zu hundert Prozent gelohnt…DAS ist für mich leben,- Lebendigkeit pur. Für mich also ist Hundetrainer durch und durch mein Traumberuf!

Gibt es da draußen noch so jemand Verrückten? Jemanden mit Passion, Freundlichkeit und Lust auf Leben? Lust auf Lernen, auf Fellnasen und deren Menschen? Auf lehren und Dreck und auch und vor allem viel Spaß? Auf nette, witzige und interessante Zwei,- und Vierbeiner? Dann ist meine Telefonnummer der erste Schritt zum Traumjob….

Herzlichst,

Simone und Mable
2formore.de

2018-11-19T07:44:42+00:00