Minis

Für die ganz Kleinen unter den Fellnasen ist es da draußen oftmals nicht leicht. Und für Ihre Menschen auch nicht. Wenn da so riesige Vierfüßler angerannt kommen, dann kann einem schon mal Angst und Bange werden. Die Verletzungsgefahr ist tatsächlich größer bei den Kleinen. Die Knochen sind einfach dünner, alles ist kleiner und feiner. Und stellt Euch außerdem mal vor, Euch kommt im Wald ein Mensch entgegen,der nicht 1,70 Meter groß ist. Auch nicht 1,80 Meter und auch nicht 2,00 Meter. Sondern so 2,60 aufwärts… Das wäre uns allen verdammt unheimlich, oder? Was der alles mit uns Würmchen machen könnte…Garnicht auszudenken..

Hätte ich so einen kleinen Scheisser, ich hätte ständig Angst und würde jeden Hundemenschen anquatschen, ob deren Hund denn auch auch ja sozialverträglich und nett und vorsichtig mit den Kleinen ist. Oder ich würd mich dazwischen werfen, sobald es dynamisch wird.. So eine Judorolle kommt bestimmt gut im Wald.

Allgemein heißt es, die Kleinen wären besonders schlimm. Besonders frech, besonders aggressiv und all solche „Verleumdungen“. Meiner Meinung nach hat das 2 Hauptursachen (sicher noch viele mehr, aber 2 davon stechen besonders hervor).

Die Eine ist, das wir Menschen fürsorglich sind. Und so ein kleiner Scheisser weckt jegliche Fürsorgemechanismen. Ich habe gerade 2 Chihuahuas im Training. Und wenn sie den Futterbeutel apportieren sollen und stattdessen erstmal auf meinen Schoss klettern, dann muss ich all meine Willenskraft aufbieten, um sie NICHT zu streicheln.. sondern herzlos zum Beutel zu schicken. Würde ein Rhodesian Ridgeback Rüde sich mit seinen 40 kg auf meinen Schoss setzen, da würde mir die Konsequenz deutlich leichter fallen. Genau so sieht es mit dem Sofa aus. Ein kleiner, wuscheliger Bolonka passt prima mit aufs Sofa. Für einen Ridgeback wird es dort ziemlich eng. Springt mich ein Berner Sennenhund an, falle ich fast um. Springt mich ein kleiner Malteser an, ist das eher …witzig, niedlich, süß..Und so gibt es für die Besitzer kleiner Hunde viele, viele Alltagssituationen, in denen Konsequenz verdammt schwer fällt. Und man bemerkt es kaum, aber der Chihuahua bekommt viel mehr Privilegien, als das so am Anfang gedacht war. Und der Bolonka bekommt viel mehr Aufmerksamkeit, als ihm gut tut. Und der Malteser und ganz viele Kleine Hunde mit ihm haben SO viele Privilegien, dass sie denken MÜSSEN, sie seien Hausherr, Bodyguard und Großgrundbesitzer in Einem. Und DAS erfordert viel Arbeit. Haus und Hof verteidigen, die Angestellten und das Personal beschützen und die Besitztümer verteidigen. Kleine Hunde sind also oft nicht aus Vergnügen so „laut“ , sondern vor lauter Stress ob all der Aufgaben, die es meisterhaft zu bewältigen gilt.

Die Andere ist ihre Größe. Um sich gegen die Großen durchzusetzen, um anerkannt zu werden und um sich zu verteidigen, braucht man schon mal mächtig Stimme.

Kurz gesagt: Die Minis haben es manchmal echt schwer!

Deswegen gibt es bei mir eine Mini-Tobestunde. Hier ist „Betreten für die Großen verboten“! ( Außer für die gute Fee Mable)

Nach herzenslust toben, ohne Angst vor Verletzungen! Sich ausprobieren, ohne Schaden zu riskieren. Austausch mit Gleichgesinnten und auch mal der Stärkere sein….Sooo wichtig und soooo schön…

Herzlichst,

Simone und Mable

2017-03-09T07:04:29+00:00

Leave A Comment