Spaziergang durch die Siedlung

Noch haben wir Winter. Und noch ist es abends früh dunkel. Und noch ist das im Wald dann ziemlich unübersichtlich..Im Wald abends spazieren zu gehen ist also nicht so erbaulich. Wo aber dann stattdessen?

In den Siedlungen!

Das ist genial, denn man kann dort sehr viel entdecken und trainieren mit seinem Hund.

Ich erzähle Euch mal, wie so ein Siedlungs-Spaziergang bei Mable und mir aussieht.

Bevor wir losgehen, ist anziehen angesagt. Mable holt mir meine Schuhe, Ihren Futterbeutel, meinen Hausschlüssel, Ihr Halsband und ihre Leine. Alles an und ab nach draußen. Mable zieht die Tür zu, ich schließe ab.

Futterbeutel wird nach hinten geworfen, Mable macht Sitz, ich gehe schon mal bis zur Strasse. Dann holt Mable den Beutel und trägt ihn, wir überqueren gemeinsam die Strasse und landen in einer Sackgasse mit breitem Grünstreifen. Belohnung aus dem Beutel, Freilauf für die Geschäfte. Alle braunen Hinterlassenschaften entfernen und dann gehts los.

An der Seite gibts etliche graue Pfähle, die umrunden wir. Als Slalom, oder als Acht oder nur im Uhrzeigersinn oder nur entgegen der Uhr. Meine Beine nutze ich mit. Da läuft sie durch oder um mich herum, im Slalom, im Kreis, mit den Pfählen oder auch ohne. Und immer wieder fliegt der Futterbeutel dabei, den es zu apportieren gilt, oder ein Keks, den es zu suchen gilt.

Weiter gehts. An den Ecken gibt es Steine. Schöne große, unebene Steine. Da kann man drauf hüpfen und drauf stehen oder Sitzen oder Liegen. Prima Übungen für Mables Koordination und ihr Gleichgewicht. Und von dort aus kann sie dann wieder den Futterbeutel apportieren oder auch meinen Handschuh oder meinen Schlüssel. Sie kann auch nur ihre Vorderpfoten drauf stellen, das gibt einen knackigen Popo und dehnt ihre Vorderseite.

An jeder Kreuzung, auch in den Spielstraßen und Sackgassen, macht Mable wieder Sitz, Platz oder Steh und ich gehe vor und gucke nach, ob die Luft rein ist. Keine Autos, Radfahrer o ä ? Dann gehts weiter. Ich verstecke etwas, wenn Mable mal nicht guckt, rufe sie und lasse sie dann suchen. Der Schlüssel z. B. ist schön klein, den kann man toll und schnell verstecken.

Zwischendurch lasse ich die Leine fallen und Mable holt sie mir wieder. Oder ich schicke sie auf die Leine und von dort aus bringt sie mir wieder etwas.

Finde ich Bäume mit hohen Astgabeln, stecke ich da ganz oben den Futterbeutel rein und Mable kommt nicht dran. Sie zeigt mir an, Frauchen, da ist was, indem sie sich vor den Baum setzt und einmal bellt. Und ich kann angeben und ihr den Beutel holen, weil ich dran komme und sie nicht…  🙂

Zwischendurch üben wir Tricks, wenn andere Menschen mit oder ohne Hund kommen, warten wir gemeinsam und lassen die Passanten vorbei.

Am Ende unseres Spaziergangs gibt es eine Abschlussübung mit dem Beutel und Mable trägt den Beutel dann im Fuß neben mir nach Hause.

Das war eine erfolgreiche „Jagd“… und meine Schmusi ist satt, ausgelastet und zufrieden.

In diesem Sinne…. Ab nach draußen…

 

Herzlichst,

 

Simone und Mable

 

2017-01-11T07:33:11+00:00

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