Neulich als der Bauer schimpfte

Guten Morgen an alle Gütersloher, Hundefreunde und Naturgenießer,

 

es gibt territorial veranlagte Hunde und die mit der rosa Brille. Die mit der rosa Brille, dass ist z. B. meine Mable. Mable findet die Welt so rosa wie ihr Halsband, Hunde sind alle zum spielen da und den Einbrechern zeigt sie freundlich und hilfsbereit den Tresor. ( Wenn ich denn dann einen hätte..)

Territorial veranlagte Hunde sehen die Welt etwas bis sehr anders. Ihnen ist sehr bewusst,- wer gehört denn genau zur Familie und wer nicht. Wem gehört das Haus, die Jacht, der Garten, der Wald, die Stadt…..Sie sind misstrauisch, finden auch nicht so toll von jedem gestreichelt zu werden und Besuch wird erstmal kontrolliert und in die Schranken verwiesen und danach evtl.geduldet. ( Wie sie das tun, davon erzähle ich ein anderes mal..)

Beides für sich ist gut. Sehr gut. Ich hatte einen Hovawart, das ist die Abteilung misstrauisch. Hovawarte sind Haus- und Hofhunde und sollen diesen auch bewachen. Wäre also ungünstig, sie würden dem Hühnerdieb die Hühner auch noch zeigen, statt ihn vom Hof zu jagen oder dem Bauern zu melden.“Hühnerdieb schleicht rum.“ Dann sind die Hühner wech und der Bauer sauer..Das geht natürlich nicht. Ich habe früher sehr ländlich mitten in der Eifel gewohnt, da war ich sehr sehr froh über meinen Wächter. Hätte ich Hühner gehabt, hätte sich niemand getraut, diese zu stehlen..

Heute habe ich Mable und wohne mitten im schönen Gütersloh. Wir schlendern gemeinsam durch Feld und Flur und Wald und Stadt und Mable ist zu allen freundlich,- gelassen und entspannt ( darin ist sie mir ein großes Vorbild ). Wir gehen gemeinsam joggen und sporteln mit unseren Fit-mit-Hund-Gruppen und überhaupt, genießen wir Geselligkeit und Hundegespräche.

Wir laufen viel durch die Bauernschaften und da treffe ich neulich auf eine weitere Dame, ebenfalls unterwegs mit ihrem Hund, ebenfalls ein Golden Retriever. Während wir uns unterhalten, kommt ihr Hund etwas vom Wege ab und landet auf einer Wiese eines Bauern. Nicht der eigene Garten,- sondern die Wiese von jemand anderem! Also nicht der eigene Besitz. (ja ich weiss, ich wiederhole mich..Ich wollt`s ja nur noch mal betonen..) Dem Hund gefällt es dort, leben dort doch so einige Mäuse,- noch zumindest, denn der Hund versucht diese nun auszumerzen.. Und buddelt, und buddelt und buddelt.. Ein Löchslein entsteht, dieses wird immer grösser. Schwillt an zu einem fussballgrossen Loch, ein Krater entsteht..

Wenn ich Bauer wäre, spätestens jetzt würde ich zum Hovawart werden und wäre so richtig stinkewütend … DAS ist NICHT in Ordnung! Liebe Hundebesitzer, bitte bitte bitte respektiert den Besitz anderer Menschen! Ihr möchtet auch nicht, das jemand in Euren Garten klettert und nach Schätzen gräbt! Die Wiesen sind die Gärten der Bauern! Und wenn wir Zwei- und Vierbeiner auf den Wegen bleiben, ist es für alle schön und rosa und es kann immer so weiter gehen. Wenn aber der eine das vom anderen kaputt macht und der Trecker bleibt später im Mäuse-Such-Krater stecken, dann ist es einfach nicht mehr schön, nicht mehr rosa, nicht mehr freundlich. Dann schimpft der Bauer,- und das zu Recht!!

Jetzt sagt der ein- oder andere Hundebesitzer vielleicht, jaaa, aber mein Hund muss doch mal rennen dürfen. Darf er ja auch! Aber nicht in fremder Leute Gärten, sondern auf den Wegen. Und da kann man ganz wunderbar rennen und apportieren und schnüffeln und Kumpels treffen und nach Keksen suchen und Haufen zum Wälzen finden und andere Menschen, die einen streicheln oder oder und und…. Und man kann wunderbar trainieren auf so Wegen.. Sitz, Platz, Bleib, Such, Apport, Pfoten drauf, Hopp, Drüber, Dreh dich, Slalom, Buddel… jaaa, richtig gelesen.

Buddel ist ein wunderbares Kommando. Z. B. jetzt im Herbst, wo sich viele Blätter finden im Wäldchen. Die kann man auf einen Haufen schieben, dann dadrunter einen Futterbeutel, Dummy, Keks, Schlüssel  oder was auch immer hinlegen und dann darf der Hund auf das Signal „Buddel“ hin diesen Haufen durchforsten und darf buddeln, buddeln, buddeln… bis der Schatz gefunden ist..

Und wer war dabei wieder der bessere und klügere Jäger?? Der Mensch natürlich,- denn nur er wusste, das sich genau unter diiieeesem Blätterhaufen ein Beute verborgen hatte…

In diesem Sinne,- wir joggen jetzt durch den herbstlichen Wald und halten nach Beute Ausschau… Oben und untern, vorne und hinten, suchenderweise, schnüffelnderweise und buddelnderweise…

 

Habt es schön liebe Gütersloher, Naturfreunde, Hundeliebhaber und Sportler

 

Herzlichst,

 

Simone und Mable

Hundeschule

Lauftreff

und beides gemeinsam und zusammen

2016-10-22T08:01:30+00:00

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