Finetuning/ Feinmotorik

Guten Morgen aus Gütersloh an die schöne Welt,

heute möchte ich Euch etwas über die Feinmotorik erzählen. Wir alle haben sie ( zumindest ein bischen) und wir alle brauchen sie!! Egal ob Mensch,Hund,Eichhörnchen, Hase, Löwe, Wolf……

Feinmotorik,- klingt gut. Aber was genau soll das sein?

Das Wunderwerk „Körper“ hat große Muskeln, die sorgen für die „großen“ ( groben ) Bewegungen. Und dann haben wir noch die Feineinstellung. Klitzekleine, blitzeschnelle Bewegungen, die uns z. B. vorm Umfallen retten, wenn wir auf einem wackeligen Untergrund stehen oder auf einem Bein.

Wir haben in jedem Gelenk, ja, im gesamten Körper verteilt, Sensoren, die unermüdlich unsere Position analysieren und in regem Kontakt mit unserem Gehirn stehen. Das Gehirn bekommt ständig Infos von diesen Sensoren und verteilt dementsprechend wieder Kommandos an z. B. unsere Muskeln…Schwer nachzuvollziehen?

Dann stell Dich jetzt mal auf ein Bein. So, nun merkst Du, wie es wackelt. Du stehst nicht wie eine Marmorfigur, sondern es ist Leben in Deinem Körper. Ständige,kleine Bewegungen. Schau mal auf Deinen Fuß. Ganz viel Bewegung, gut zu sehen..Und DAS passiert überall.. In Deinem Rücken, in Deinen Knien, in Deinem Fuß..überall ist Dein Körper damit beschäftigt, Dich vor dem Umfallen zu retten.. Und noch besser: Wenn Deine Feinmotorik gut trainiert ist, ist die Verletzungsgefahr so grundsätzlich geringer. Dein Körper kann viel besser ausgleichen, wenn Du mal ausrutscht oder wackeligen Untergrund betrittst oder gar umknickst.. Es lohnt sich also, diese Feinmotorik zu trainieren. Ab jetzt also Zähneputzen auf einem Bein. Morgens das eine, abends das andere.. Und zack, schon hast Du Deine Feinmotorik trainiert. Und keine Zeit gilt nicht nicht nicht nicht nicht als Ausrede…

Und so wichtig, wie das für Dich ist, ist es für Deinen Hund ebenfalls. Wir kaufen bestes Futter und die genialsten Leinen für unsere Hunde. Orthopädische Betten oder nehmen unseren Hund gleich ganz mit ins Bett. Aber wollen wir wirklich etwas für unsere Hunde tun, dann sollten wir Ihnen auch dabei helfen, ihren Körper zu verstehen und zu optimieren. Bietet Eurem Hund Körpertraining! Klettern, Gleichgewicht trainieren, ausgeglichene, gleichmäßige Bewegungen wie z. B. beim Cavalettitraining, Förderung der Muskulatur v. a. der Hinterhand, ein besseres Gefühl für die zwei weiteren Beine dort am ganz anderen Ende des Hundekörpers.. Sooo weit weg..

Nur rumspazieren ist schön, fördert aber weder unsere Menschenkörper noch die Körper unserer Hunde. Unsere Körper wollen mehr! Sind auf viel mehr ausgelegt! Auf viele km rumspazieren und Beeren oder Hasen suchen, auf vor Mammuts wegrennen oder Hasen hinterher… Es ist nicht erlaubt, über Bauers Feld zu rasen, die kleinen Pflanzen plattzutreten und dem Hasen den Gar auszumachen. Aber klettern, hetzen an der Reizangel, kurz gesagt den Körper „anders“ fit zu halten und zu trainieren, das ist nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht. Und zwar von unseren Körpern!

Viele Hunde haben sogar richtig Spaß daran. Habt Ihr Ihnen beigebracht, auf einen schmalen Baumstumpf zu klettern und sich auf diesem Miniding sogar hinzulegen, kann es gut sein, das Euer Hund beim nächsten Mal von alleine auf den Stumpf klettert und sich ausprobiert und ganz stolz präsentiert, was er kann.. Dem zuzusehen ist ein wunderbares Vergnügen…  🙂

In diesem Sinne, wir gehen jetzt auf unseren Platz und machen Cavalettitraining. Mein Wackelbrett hab ich auch dabei…

tschüß

 

2016-05-17T06:37:22+00:00

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