Schutz

Guten Morgen aus Gütersloh mit einer kleinen Geschichte:

Neulich treffen Mable und ich eine andere Frau mit einem anderen Hund. Der Hund sieht jung aus, ähnlich wie ein Ridgeback und schleicht sich schon aus einer Entfernung von 200 Metern an. Der Hund ist an der Flexileine. Und schleicht und schleicht und die zwei kommen näher und näher. Ich setze Mable hinter mich und schirme sie vor diesem Hund ab. Die Frau tut nix. Der Hund kommt näher und näher, schleicht und schleicht und macht schließlich eine Attacke auf Mable…Zum Glück steh ich ja davor, hinter uns ein Zaun, so das Mablechen gut geschützt ist.

Ich frage die Frau, so freundlich wie es mir möglich ist, ob ihr klar ist, das ihr Hund uns gerade bedroht und das auch das Anschleichen ein drohendes Verhalten ist. Sie erklärt mir, das ihr das sehr wohl klar ist, aber das ihr Hund schlechte Erfahrungen gemacht habe und sich nun damit schützt. Ihr zu erklären, das der Schutz ihres Hundes ihre Aufgabe sei, nicht die des Hundes, habe ich gelassen, denn die Frau war über meine Frage schon erzürnt.

Schade!!! Traurig!! Ein weiteres Missverständnis zwischen Mensch und Hund. Ein Missverständnis eines Menschen zu seinem Hund. Schade auch, dass die Frau ihre Chance nicht genutzt hat, etwas zu erfahren und vielleicht sogar zu lernen,- anzunehmen.

Treffe ich sie wieder, werde ich wieder ein Gespräch anfangen, diesmal vielleicht etwas sensibler 🙂 und nicht sofort mir der Tür ins Haus fallen..

Der Hund ist nämlich eigentlich total nett.Aber was soll er tun? Er wird sich einfach sich selbst überlassen. Bekommt keine Anleitung, keine Unterstützung was zu tun ist.

Ein Vergleich: Ein Mensch hat ein dreijähriges Kind. Dieses Kind wird von einem anderen Kind verprügelt. Daraufhin ist das Kind immer aggressiv zu anderen Kindern. Würde man dieses Kind lassen?? Würde man tatsächlich sagen, ja, es schützt sich mit dieser Aggression, weil es ja mal schlechte Erfahrungen gemacht hat? Nein! Würde man hoffentlich nicht! Sondern man würde das Kind unterstützen, ihm helfen, Selbstbewusstsein zu entwickeln, ihm zeigen, das nur das eine Kind damals so doof war, es aber noch ganz viele total nette Kinder auf dieser Welt gibt. Man würde das Kind unterstützen, wieder Frieden zu finden. ODER?

Aber ein Hund muss da alleine durch. Muss sich selbst schützen. Und „Mama“ steht daneben und lässt das zu.Irgendwann bewaffnet sich das Kind mit einem Messer….. ( rhetorisches Mittel der Übertreibung.. 🙂  ) Der Hund lernt auf diesem, aktuellen Weg nichts Gutes!! Und wird das Drohen perfektionieren. Irgendwann ist dieser Hund mit ein bißchen Pech völlig unverträglich. Und DAS ist schrecklich unnötig!!

Bitte, liebe Hundebesitzer, beschäftigt Euch mit Euren Hunden! Hunde wollen das nicht unter sich ausmachen! Aber wenn sie müssen, was bleibt ihnen dann anderes übrig?  Unterstützt Eure Hunde, leitet sie, führt sie… dann hören sie voller Vertrauen auf Euch, denn sie lernen, auf meinen Menschen kann ich mich verlassen!! Das ist Teamarbeit und eine vertrauensvolle Beziehung zu seinem Hund ist ein Geschenk aus Gold!

2016-02-20T07:22:28+00:00

Leave A Comment